Trainingsweekend Hitzkirch 2011
Auch dieses Jahr stand wieder ein Trainingsweekend an und die Reise führte uns nach Hitzkirch im Kanton Luzern. 14 topmotivierte Turnerinnen und 3 mindestens so motivierte Turner trafen sich am Samstagmorgen um 7:30 auf dem Parkplatz vor der Sporthalle, um auf dem kürzesten Weg nach Hitzkirch zu gelangen, doch dieser Plan schien nicht ganz aufzugehen. Der Geheimweg zweier anonymer Turner führte uns über hohe Pässe, durch abgelegene Ortschaften, dunkle Wälder und weite Wiesen sowie an diversen klaren Seen vorbei. Knapp, jedoch im Zeitplan, erreichten wir die Interkantonale Polizeischule, übrigens ein Geheimtipp wegen der sehr idyllischen, beziehungsweise romantischen Lage, wie *A.Z. bereits vorangemerkt hatte, wo uns eine super Anlage und wunderschönes Wetter erwarteten.
Nach anfänglichen Problemen, ins Sporthaus zu geraten, beschlagnahmten wir die Garderoben und wenige Minuten später waren alle umgezogen und in der Halle versammelt. Einige Informationen später starteten wir mit dem Einlaufen von Nadine, doch bereits nach dem Eindehnen hielt uns nichts mehr drinnen und wir begaben uns auf die Aussenanlage. Das Programm für den Morgen beinhaltete Kugelstossen mit Luc und Sprinttraining mit Mäke, welche kräftig an unseren Techniken schliffen & feilten.
Die Zeit verging wie im Flug und nach dem anstrengenden Morgen knurrten uns die Mägen. Die mitgebrachten Lunchpakete wurden rübis & stübis verdrückt und vereinzelt wurde die Sonnencrème gezückt, doch Sonnenschutzfaktor hin oder her, so manchen erwartete am Abend eine rote Überraschung. Während die Verdauungssäfte kräftig brodelten, genossen wir die Sonne und trieben den einen oder anderen Schabernack, denn an Spass, guter Laune und ausgefallener Stimmung fehlte es uns an diesem Tag nicht.
Pünktlich um halb zwei ging es weiter mit einem kleinen Fussballmatch auf höchstem Niveau. Es wurde gekickt, gefoult und simuliert wie bei den Profis und Luc hatte trotz Megaphon grosse Mühe die ganze Herde im Zaun zu halten. Doch jedes Spiel endet irgendwann und so montierten wir unsere Nagelschuhe und begaben uns zur Weitsprunganlage. Die Anläufe wurden abgemessen, erste Sprünge vollbracht und provisorische Ziele gesteckt. Der frischgebackene Presi, welcher übrigens das ganze Wochenende über in Höchstform zu sein schien, war sich keinesfalls zu schade vor der versammelten Mannschaft ein bisschen zu „sändele“, beziehungsweise versuchte er uns die Landung im Sand bildlich unterstützt genauer zu erklären, was uns köstlichst amüsierte.
Nach einer kurzen Pause stand nun der bereits am Morgen angekündigte interne Vereinswettkampf an. Wir starteten in etwa gleich starken 4-er Gruppen und absolvierten die gleichen Leichtathletikdisziplinen wie an einem Wettkampf, nämlich eine Pendelstafette, Weitsprung und Kugelstossen. Nachdem wir den ersten Teil des Wettkampfs seriös abgeschlossen hatten, war unsere Kreativität gefragt. Das Ziel jeder Gruppe war es in zehn Minuten eine kleine Gymnastik zusammenzustellen und diese anschliessend unseren Mitstreitern vorzuführen, welche diese auch gleich bewerteten. Obwohl einige das erste mal auf einem Gymnastikfeld standen, konnten sich die Ergebnisse sehen lassen. Manche überzeugten mit einer professionellen Übung, andere konzentrieren sich mehr auf den Unterhaltungsbonus, doch Spass hatten alle. Zum krönenden Abschluss stand uns nun noch ein Intervall bevor, nach dessen Absolvierung wir wie Hunde hechelten. Nach einer angenehmen Massage und einem kurzen Ausdehnen, welches leider nicht viel gegen den sich anbahnenden Muskelkater nütze, hüpften wir unter die Dusche und verglichen unsere Sonnenbrände.
Nachdem auch die Letzten mit ein bisschen Verspätung in der Jugendherberge angekommen waren, genossen wir ein wohlverdientes Abendessen. Nach dem Dessert holte unser Presi seinen Laptop hervor und wir schauten uns gemeinsam Fotos von den vergangenen Jahren des Turnvereins an, was so manche lustige Geschichte zum Vorschein brachte. Schnell hatte der Uhrzeiger einige Runden gedreht und während sich die einen bereits in ihr Schlafgemach verzogen, machten sich die anderen noch auf den Weg ins Dorf. Nach ein paar Runden „Hose abe“ und einem „Schlummi“ waren jedoch alle müde und erschöpft und so verzogen wir uns in unsere Zimmer und lauschten den Kissen.
Am nächsten Morgen hatten die einen grosse Mühe um aufzustehen, da sich der Muskelkater bemerkbar machte. Das Frühstücksbuffet war sehr üppig und alle griffen kräftig zu, um Energie für den bevorstehenden Tag zu tanken, welche wir auch brauchten, denn an diesem Tag widmeten wir uns ausschliesslich der Gymnastik. Auch die Gymnastiker, welche am Samstag noch nicht mitkommen konnten, reisten noch an. Nach einem kurzen Einwärmen mit den Frisbees und Mäkes Muffen, welche übrigens an diesem Wochenende bei diversen Übungen eine wichtige Funktion übernahmen, legten wir auch gleich mit dem Gymnastiktraining los. Formationen wurden einzeln angeschaut und geübt bis die Linien sassen, an Einzelausführungen und Akrobatikfiguren wurde geschliffen, bis auch diese bei allen mehr oder weniger synchron aussahen und die Sonne brannte uns kräftig auf die bereits hochroten Köpfe.
Um halb 1 hatten wir uns das Mittagessen redlich verdient und so spazierten wir zu einem nahe gelegenen Restaurant, wo unser Fitnessteller bereits auf uns warten sollte, was jedoch nicht der Fall war und so sahen einige schon ihr Verdauungsschläfchen dahinschwinden. Nach dem Essen gab es dafür einen kleinen Verdauungssprint die Treppe hinauf, um weiter im Zeitplan zu bleiben und pünktlich mit dem Baseball a là Luc starten zu können. Nachdem die 2 Gruppen endlich eingeteilt waren wurde kräftig auf (neben) den Ball geschlagen, doch Baseball schien nicht wirklich jedermanns Sport zu sein und so wechselten wir wieder zur Gymnastik.
Auch am Nachmittag versuchten wieder alle die hohen Erwartungen des Leiterteams an diesen Tag zu erfüllen und es wurden weitere Schwachstellen diskutiert und auskorrigiert. Doch wie immer verging die Zeit schneller als geplant und schon bald hiess es Ausdehnen, Aufräumen & Zusammenpacken, die Heimreise konnte angetreten werden.
Zum Schluss möchten wir uns noch bei den Leichathletikleitern Luc und Mäke, sowie den Gymnastikleiterinnen Sonja und Fabienne bedanken, welche wiedereinmal wirklich gute Arbeit geleistet haben. Und ein besonderer Dank gilt unserer neuen Oberturnerin Nadine Zbinden, da sie ein von A bis Z gelungenes Wochenende organisiert und ebenfalls als Leiterin mitgewirkt hat.
*Name der Redaktion bekannt
